Programm Pumpen-Forum

Donnerstag, 15. November 2018

09:00 Uhr
Registrierung und Eröffnung der Ausstellung
10:00 Uhr
Begrüßung
Referent: Dr. Jörg Kempf | PROCESS, Vogel Communications Group
10:15 Uhr
Keynote: Anlagenbau und Prozesskomponenten –
Ist der Technologie-Standort Deutschland in Gefahr? Wie gilt es, unsere Wettbewerbsvorteile langfristig zu sichern?
Ist Digitalisierung das Allheilmittel? mehr
Dass der Verlust der Technologieführerschaft Deutschlands in absehbarer Zeit eintreten könnte. Ursachen dafür sind einerseits der steigende Preiskampf welcher Investitionen in neue Innovationen stark behindert und andererseits eine Passivierung der Protagonisten in der Branche infolge des Gefühls von scheinbarer Überlegenheit, getrieben von hohen Exportraten. Verstärkt wird dieser Effekt, aus Sicht des Autors, durch sinkende technische Exzellenz aller Protagonisten in der Branche. Der Vortrag zeigt anhand von Beispielen, dass die beschriebene Situation ernst aber nicht alternativlos ist.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • Dass Deutschland einer wirtschaftlich kritischen Zeit entgegengeht
  • Dass Intelligente Maschinen und Apparate auch eine Zukunftschance sind
  • Das Innovationsfähigkeit Zukunftssicherung bedeutet und daher erhalten bleiben muss
Referent: Prof. Dr.-Ing. Eberhard Schlücker | Universität Erlangen-Nürnberg

Since Feb. 2018 Member of the EU-Academy of Science

Since 2012 Founder and Coordinator of the Masterstudy "International Projekt Managment"

Since 2010 Chairman of the EU Working Group fpr High Pressure Process Technology Full professor, head of the Institute of Process Machinery and Systems Engineering, University of Erlangen-Nuremberg

1997-2000: Authorized signatory, LEWA GmbH, Leonberg

1995-1997: Head of Department R&D, LEWA, Leonberg

1993: Ph.D. thesis 1989, Chemical Engineering, University Erlangen-Nuremberg

1978 - 1984: Engineer for research, at Lewa, Leonberg

1978: Ing. grad. Mechanical Engineering, Technical College Heilbronn

1974: Qualification as skilled worker in machinery

11:00 Uhr
Schüttgut 4.0: Intelligentes Energiemanagement mithilfe automatisierter Messdatenaufbereitung an einem Praxisbeispiel aus der Schüttgutindustrie mehr
In dem Vortrag sollen die Teilnehmer an einem praktischen Beispiel aus der Futtermittelindustrie (Wärmeenergiebedarf zur Herstellung von Futtermittelpellets) den Weg vom Erfassen verschiedener Messdaten, Verknüpfung mit Anlagenparametern bis zum Erkennen von Abhängigkeiten und den daraus resulierenden Optimierungen kennenlernen. <br>
Insbesondere das Konzentrieren auf die wichtigen Messdaten ist zu beachten, ansonsten erzeugt man nur "Datenfriedhöfe", die nicht mehr zu überschauen sind. Gerade für Produktionsverantwortliche ist daher die sinnvolle Aufbereitung unverzichtbar.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • Erfassen-Analysieren-Abhängigkeiten definieren
  • Sinnvolles Messen, Filtern der wirklich wichtigen Daten, weniger ist hier mehr
Referent: Mathias Schröder | UNA-HAKRA Hanseatische Kraftfuttergesellschaft mbH

Nach dem Studium der Verfahrenstechnik an der TU Hamburg-Harburg war ich für 4 Jahre in einem Unternehmen für die Zusatzstoffherstellung für Tierernährung im Bereich neue Produkte und Verfahren beschäftigt. Seit 1999 bin ich für die UNA-HAKRA Hanseatische Kraffuttergesellschaft in Hamburg für die Produktion als Werksleiter und Prokurist verantwortlich.

11:35 Uhr
Pumpe 4.0: Von der Vision zur Praxis – Welche Vorteile bietet die intelligente, vernetzte Pumpe heute bereits? Wo geht die Reise hin? mehr
In diesem Vortrag wird aufgezeigt, welche Veränderungen und Weiterentwicklungen gegenwärtig im Bereich der Pumpentechnik stattfinden. Hierbei stehen zwei parallel verlaufende Entwicklungen im Fokus:
  • Massive Steigerung der Energieeffizienz von Pumpen und
  • Umfangreiche Weiterentwicklung der Funktionalität von Pumpen
Nachdem in den vergangenen Jahren die Anforderungen an die Effizienz von Pumpen seitens der EU immer weiter verschärft wurden, entwickelte die Pumpenindustrie in den letzten Jahren teilweise komplett neue, effizienzsteigernde Technologien.  Die Ergebnisse können sich sehen lassen: Pumpen und Systeme des aktuellen Stands der Technik ermöglichen ein erhebliches Einsparpotenzial im Vergleich zu älteren Bestandspumpen. Um welches Potenzial handelt es sich konkret? Lohnt sich möglicherweise sogar der vorzeitige Austausch von Pumpen? Der Vortrag gibt Antworten.
Die derzeit am Markt verfügbare Pumpentechnologie unterscheidet sich jedoch nicht nur hinsichtlich der Effizienz deutlich von Ihren Vorgängern, sondern auch in Hinsicht auf die Funktionalität. Stichworte wie „Digitalisierung“ und „Industrie 4.0“ sind auch in der Pumpentechnik angekommen. Selbstadaptive Algorithmen, Vernetzung, Cloud-Anbindungen, Predictive Maintenance sind Anforderungen, die die Digitalisierung auch in der Pumpentechnik vorantreiben.
Doch wo genau stehen wir beim Thema Digitalisierung, welche Vorteile bietet die innovative Technik, welche Tendenzen der Weiterentwicklung zeichnen sich ab?

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • Vorteile und Funktionalitäten elektronisch geregelter Pumpen
  • Energie- und Prozessoptimierung
  • Datenkommunikation und Vernetzung
Referent: Oliver Jung | Grundfos GmbH

Staatlich geprüfter Techniker
Marketing Referent/ Trainer Schulungsabteilung

Mehrjährige Tätigkeit als MSR- Techniker
Studium Elektrotechnik- Elektronik,
Abschluss Staatlich geprüfter Techniker

Seit 1989 tätig als Servicetechniker in Bereichen:
- Heizungs-, Lüftung- und Klimatechnik (HLK), Wasserver- und Entsorgungsanlagen
- Mess- und Regeltechnik versorgungstechnischer Anlagen (MSR, DDC)
- Gebäudeleittechnik (GLT)

Seit 2004 tätig für Grundfos im Bereich Kundenschulung
- im Bereich Gebäude- und Industrietechnik, Wasserver- und Entsorgung
- Kundenschulung Deutschland, Österreich, Schweiz

12:10 Uhr
Diskussionsrunde zum Thema Digitalisierung – Erfahrungen
der Teilnehmer
12:15 Uhr
Mittagspause // Networking und 1. Ausstellerrundgang
13:45 Uhr
Es ist 5 nach 12! Ein Weckruf an Pumpen-Planer und Betreiber: Wie lässt sich einer nicht fachgerechten Auslegung von Pumpen und deren suboptimalem Betrieb gegensteuern?
Referent: Stefan Leuchtenberger | Pumpentechnik Bass GmbH

Stefan Leuchtenberger (51) ist Industrie-Meister und Maschinenbau-Techniker. Seit 1988 ist er mit dem Thema "Pumpen in der Chemie" beschäftigt, zunächst als Monteur in der Pumpenwerkstatt der Sachtleben Chemie GmbH, Duisburg, danach seit 1991 als langjähriger Leiter der Pumpenstelle bei Sachtleben. Dort betreute er ca. 3000 Pumpen in verschiedensten Bauarten und Größen und war für Instandhaltung und Neuplanung zuständig. Seit 2005 erweiterte sich dort sein Aufgabenbereich: Als Leiter der Arbeitsvorbereitung war er zusätzlich für Instandhaltung und Reparatur des gesamten Maschinenparks der Firma zuständig. Seit 2010 nun ist Stefan Leuchtenberger Prokurist und Technischer Leiter bei der Firma Pumpentechnik Bass, Oberhausen. Diese Firma führt Reparaturen, Instandhaltung und Wartung im Bereich Pumpen und Gleitringdichtungen durch, berät bei technischen Problemen und plant und liefert schlüsselfertige Pumpenstände.

14:20 Uhr
Schädigende Wirkungen von Druckschwingungen in Anlagen und wie Sie diese vermeiden mehr
Druckstöße und Druckschwingungen in verfahrenstechnischen Anlagen finden nur Beachtung wenn nachhaltig schädigende Wirkungen, wie Gewaltbrüche oder sichtbare Bauteilschwingungen davon ausgehen. Dauert es jedoch relative lange bis ein Schaden, beispielsweise als Folge von Verschleiß, eintritt, dann sucht man die Ursache meist nicht in den Schwingungen. Schwingungen sind daher eine vielfach unterschätzte Schadensursache. Der Vortrag geht auf die Ursachen der Schwingungen und die dadurch möglichen Kraftwirkungen ein und zeigt auf wie Schwingungen vermieden oder gedäpft werden können.    

Das lernen die Teilnehmer:

  • Dass Schwingungen große Kräfte auf Bauteile erzeugen können
  • Dass Schwingungen in Anlagen im Verborgenen stattfinden und trotzdem schädigend wirken
  • Dass alle Pumpen pulsieren und das System und die Pumpe interagieren
Referent: Prof. Dr.-Ing. Eberhard Schlücker | Universität Erlangen-Nürnberg

Since Feb. 2018 Member of the EU-Academy of Science

Since 2012 Founder and Coordinator of the Masterstudy "International Projekt Managment"

Since 2010 Chairman of the EU Working Group fpr High Pressure Process Technology Full professor, head of the Institute of Process Machinery and Systems Engineering, University of Erlangen-Nuremberg

1997-2000: Authorized signatory, LEWA GmbH, Leonberg

1995-1997: Head of Department R&D, LEWA, Leonberg

1993: Ph.D. thesis 1989, Chemical Engineering, University Erlangen-Nuremberg

1978 - 1984: Engineer for research, at Lewa, Leonberg

1978: Ing. grad. Mechanical Engineering, Technical College Heilbronn

1974: Qualification as skilled worker in machinery

15:00 Uhr
Härter, langlebiger, energieeffizienter – SiC-3D-Technologie für Pumpenkomponenten mehr
SCHUNK hat das 3D Druck Verfahren für SiSiC entwickelt und ist damit bislang der Pionier auf diesem Gebiet. Das neue Verfahren erweitert die Einsatzmöglichkeiten von SiSiC im Bereich des Pumpenbaus. Jetzt ist es möglich sehr komplexe und komplizierte Formen zu realisieren die mit den bisherigen Formgebungsverfahren nicht möglich gewesen sind. Der Vortrag beschreibt das Verfahren, die Einsatzmöglichkeiten und öffnet den Blick für einen neuen Horizont in der Konstruktion von Pumpen.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • SiSiC Bauteile für Pumpen
  • 3D gedruckte technische Keramik (SiSiC) - wie geht das?
  • Möglichkeiten und Vorteile dieses Verfahrens konstruktiv voll ausschöpfen
Referent: Sebastian Liebisch | Schunk Ingenieurkeramik GmbH

Sebastian Liebisch, geboren am 23.03.1978 in Taipeh (Taiwan) hat an der Fudan University Shanghai und der Freien Universität Berlin BWL und Sinologie studiert.
In seiner Magisterarbeit beschäftigte er sich mit dem Thema chinesische Direktinvestitionen im Ausland.
Seit 2009 arbeitet er für die SCHUNK Group. Nach mehreren beruflichen Stationen im Projekt- und Joint-Venture-Management in Deutschland und China leitet er seit 2015 als Product und Sales Manager den Vertrieb im Bereich Tribologie.

15:30 Uhr
Kaffeepause // Networking und 2. Ausstellerrundgang
16:30 Uhr
Schwierige Fördermedien auf der Langstrecke meistern: mit einer energieeffizienten Systemlösungen zu reduzierten Lebenszykluskosten mehr
Die konventionelle Förderung von entwässerten Schlämmen über lange Distanzen birgt große Herausforderungen aufgrund der hohen Viskosität und Abrasivität des Mediums. Zur Überwindung der Reibungsverluste muss ein hoher Förderdruck in der Leitung aufgebaut werden, wodurch konventionelle Lösungen einen hohen Energieverbrauch und Wartungsaufwand aufgrund von erhöhtem Verschleiß aufweisen. Diese Restriktionen entfallen mit der neu entwickelten Förderlösung, bei der eine Schlammsäule mittels kleiner Exzenterschneckenpumpe in der Druckleitung verdichtet und anschließend über gepulste Druckluftinjektionen (Dichtstromförderung) weiter transportiert wird. Die Schlammsäule wird zusätzlich mit Polymerlösung ummantelt, um die Rohrreibung zu verringern. Der Förderdruck lässt sich dadurch auf ein Minimum (<4 bar) reduzieren. In einer Case Study konnte ein erheblich reduzierter Energieverbrauch von -61% im Vergleich zu konventionellen Förderlösungen nachgewiesen werden.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • Wie lässt sich die Schlammförderung durch Exzenterschneckenpumpen mit pneumatischer Dichtstromförderung energieeffizient kombinieren
  • Möglichkeiten der Energieeinsparung durch erhebliche Reduktion des Förderdrucks
  • Case Study: Umsetzung in prototypischer Anlage und Vergleich zu konventionellen Fördertechnologien
Referent: Stephan Mottyll | SEEPEX GmbH

• seit 2016: Projektleiter in der Abteilung Research der SEEPEX GmbH, Bottrop; verantwortlich für die Entwicklung der vorgestellten Förderlösung,
Smart Air Injection (SAI).

• 2012-2016: Wissenschaftlicher Mitarbeiter am LS für Hydraulische Strömungsmaschienen (HSM) der Ruhr Universität Bochum. Promotion zum Thema: "Numerical 3D Flow Simulation of Cavitation at Ultrasonic Horns and Assessment of Flow Aggressiveness, Erosion Sensitive Wall Zones and Incubation Time"

• 2011-2012: System Simulation Engineer und Projektleitung bei der Vaillant GmbH, Remscheid.

• 2008-2010: M.Sc. Maschinenbau an der Universität Siegen, der Ruhr-Universität Bochum und am Forschungszentrum Jülich GmbH (Masterarbeit).

• 2005-2008: B.Sc. Maschinenbau im Rahmen eines Dualstudiums an der Universität Siegen und bei der Fa. MENNEKES Elektrotechnik GmbH & Co. KG.

16:55 Uhr
Hermetisch dichte Pumpen für gefährliche, feststoffbeladene und empfindliche Medien mehr
Gegenstand des Vortrages soll der Einsatz von magnetgekuppelten Pumpen in der Chemie- bzw. Prozessindustrie sein. Die dichtungslosen Magnetkupplungspumpen eignen sich hervorragend für die hohen Anforderungen der chemischen und zahlreicher weiterer Industrien. Mit diesen hoch entwickelten und außerordentlich energieeffizienten Pumpen können flüssige Medien verschiedenster Art zuverlässig und absolut sicher gefördert werden. Dank ihrer besonderen Konstruktion benötigen sie keinen Gleitlagerträger. Die einteilige, zentral angeordnete Laufradlagerung wird mit der gepumpten Flüssigkeit optimal gespült und gekühlt. Deshalb können auch feststoffbeladene und leicht siedende Flüssigkeiten gefördert werden. Abhängig vom Fördermedium können Flüssigkeiten mit bis zu 30 Prozent Feststoffen und einer Korngrösse von bis zu 1 mm gepumpt werden. Ein weiterer Punkt des Vortrages sind ATEX relevante Themen und die Herausforderungen an den Pumpenhersteller unter der Prämisse von energiesparenden, sicheren  und flexiblen Pumpensystemen. Ein weiterer Vortragspunkt wird ein Servicekonzept einer Chemiefabrik sein.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • Magnetgekuppelte Pumpen mit Feststoffbeladung bis 30%
  • Einsatzmöglichkeiten und Abgrenzung von magnetgekuppelten Pumpen
  • Frequenzgeregelte Pumpen im ATEX-Bereich
Referent: Thomas Sauer | CP Pumpen GmbH
17:20 Uhr
Simulationsgestützte Pumpenauslegung für jeden Hersteller mehr

Die Steigerung der Energieeffizienz ist eine der größten heutigen Herausforderungen bei der Auslegung von Pumpen und erfordert innovative Ansätze in der Produktentwicklung.
Der systematische Einsatz numerischer Simulation kann entscheidend zur Entwicklung effizienterer Pumpen beitragen.
Im Vortrag wird zunächst eine komplexe Simulation am Beispiel einer Kreiselpumpe erläutert. Dabei wird sowohl auf Teil- oder Überlastzustände, auf Kavitationsneigung sowie die Berücksichtigung unterschiedlicher physikalische Disziplinen (z.B. Hydraulik, Festigkeit) für verschiedene Komponenten (z.B. Laufräder, Gehäuse) eingegangen.
Dann wird ein neuartiger, benutzerfreundlicher Prozess zur Auslegung von Radialrädern für Kreiselpumpen vorgestellt. Innovative Grundlage der Methode ist sogenanntes inverses Design, bei dem ausgehend von den Betriebsdaten der Maschine eine optimierte Geometrie ermittelt wird.


Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • Wie Laufräder für Kreiselpumpen schnell und effizient ausgelegt werden können
  • Wie kleine / mittelständische Unternehmen numerische Simulation sinnvoll und wirtschaftlich nutzen können
  • Wie numerischer Simulation zur Entwicklung von effizienteren Pumpen eingesetzt werden kann
Referent: Dr. Barbara Neuhierl | CADFEM GmbH

Barbara Neuhierl (Jahrgang 1972) hat an der TU München Bauingenieurwesen studiert und zum Thema „Strömungsakustik und Fluid-Struktur-Kopplung“ promoviert. Stationen ihrer beruflichen Laufbahn waren zunächst die Unternehmen TÜV Süd (1997 - 1999) und Siemens AG (1999 - 2008), fachliche Schwerpunkte lagen dabei auf Strukturmechanik-, Akustik- und Strömungssimulation. Von 2008 bis 2017 war sie bei EXA, einem Hersteller von Software für CFD (Computational Fluid Dynamics), zuständig für virtuelle Produktentwicklung in der Automobilindustrie. Seit Juni 2017 ist sie bei CADFEM im Bereich „Business Development“ tätig und beschäftigt sich dort mit innovativen Themen der numerischen Strömungssimulation.

17:55 Uhr
Resümee und Diskussion 1. Veranstaltungstag
18:00 Uhr
Ende des 1. Veranstaltungstags
18:30 Uhr
Abendveranstaltung in den Burggaststätten
der Festung Marienberg

Freitag, 16. November 2018

08:00 Uhr
Registrierung und Eröffnung der Ausstellung
08:45 Uhr
Einführung 2. Veranstaltungstag
08:50 Uhr
Betreiber-Keynote: Erfahrungen aus 20 Jahren Pumpeneinsatz in der Salz- und Chlorerzeugung – Es ist das System, nicht die Pumpe! mehr
In einer Chlor-Alkali-Elektrolyse mit vorgeschalteter Vakuumsalzerzeugung werden Pumpen und ihre Abdichtungen besonders durch Feststoffe, hohe Ionenkonzentrationen und korrosive Angriffe gefordert. Dabei trifft der Ingenieur in der Produktion -immer bei limitiertem Budget- in den seltensten Fällen auf modernes Equipment, sondern eher auf „gereifte Ausrüstungen“. Anhand von Beispielen wird aufgezeigt, wie nachhaltige Problemlösungen in diesem Umfeld durch konsequente Analyse der verursachenden Effekte und die kreative Anwendung von verfahrenstechnischem Wissen umgesetzt werden können. Denn hartnäckige Probleme mit Pumpen haben selten ihre Ursache in der Konstruktion der einzelnen Maschine oder ihrer Teilkomponenten. Was zählt ist das Gesamtsystem, zu dem neben der verfahrenstechnischen Hardware z.B. auch die Bedienungsmannschaft, die Instandhaltung und die Unternehmensorganisation gehören.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • Nur eine ganzheitliche Betrachtung führt zu nachhaltigen Lösungen.
  • Praxisbeispiele zeigen einige Ursachen und Möglichkeiten zur Abhilfe auf.
Referent: Dr. Peter Fischer  | VESTOLIT GmbH

Dr. Ing. Peter Fischer VDI, VESTOLIT GmbH, Marl; Studium des Chemieingenieurwesens und Promotion an der TU Dortmund. Nach Tätigkeit für Ingenieurunternehmen seit 1996 in der Chlorerzeugung (inkl. Salzproduktion) des PVC-Produzenten VESTOLIT GmbH in Marl angestellt. Zunächst als Anlageningenieur und technischer Betriebsleiter für Instandhaltung und Investitionsprojekte verantwortlich. Dann Projektverantwortlicher für die Umrüstung der Amalgamelektrolyse auf Membrantechnik (Fertigstellung 2007). Seit 2008 als Sprecher der Betriebsleitung gesamtverantwortlich für die Chlorversorgung des Unternehmens.

09:35 Uhr
Sicheres Fördern von sedimentationsfreudigen Medien mehr
Im Sinne des Umweltschutzes dient der Hydrotransport heute zunehmend als innovative und kosteneffiziente Alternative beim Transport unterschiedlichster Wert- oder Abfallstoffe. Unter Verwendung neuester Technologie werden Mischungen aus Feststoffen und Flüssigkeit in Pipelines umweltschonend zum Bestimmungsort gepumpt. Die Flüssigkeit dient den Feststoffen dabei als Träger in der Druckleitung.  

Bei Drücken bis 350 bar bietet die hydraulisch aktivierte Doppel-Schlauchmembranpumpe beste Voraussetzungen für derartige Aufgabenstellungen. Zur Sedimentationsvermeidung lässt sich beim Hydrotransport das traditionelle Wirkprinzip der Pumpen auf den Kopf stellen, so dass die Förderung von oben nach unten erfolgt (DownFlow Technology).

Partikelbeladene Strömungen stellen besondere Anforderungen an die Pumpenauslegung. Daher wurde eine spezielle Methode entwickelt zur Abschätzung der zu erwartenden Transportwirkung unter Berücksichtigung der Fluidbeschleunigung.


Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • Anforderung an Pumpen im Bereich des Hydrotransports
  • Umkehrförderung - DownFlow Technololgy (DFT)
  • Entwicklung einer Methode zur erweiterten Pumpenauslegung für den Transport sedimentationskritischer Flüssigkeits-Feststoff-Mischungen
Referent: Daniel Nägel | Feluwa Pumpen GmbH

Nach seinem Maschinenbau-Studium war Daniel M. Nägel bei der FELUWA Pumpen GmbH zunächst für den Bereich kontinuierliche Weiterentwicklung von oszillierenden Verdrängerpumpen zuständig. 2010 bis 2011 absolvierte er berufsbegleitend das Fernstudium zum Pumpenfachingenieur bei der TU Graz. Seit 2015 ist er Technischer Leiter und hat die innovative Produktentwicklung der FELUWA Pumpen GmbH entscheidend vorangetrieben. Im Rahmen kontinuierlicher Entwicklungen von Pumpensystemen beschäftigt er sich seit mehreren Jahren intensiv mit dem Thema Diagnosesysteme und dem Ziel einer prädiktiven Wartung im Gedanken von Industrie 4.0.

Referent: Katrin Kelm | Universität Erlangen-Nürnberg

- Ausbildung zur technischen Zeichnerin bei der Vaillant GmbH, Remscheid (2003-2006)

- Maschinenbaustudium (B. Sc. in Wuppertal bis 2010, M. Sc. in Erlangen bis 2013)

- Wissenschaftliche Mitarbeiterin am iPAT seit 2013

10:00 Uhr
Kaffeepause // Networking und 3. Ausstellerrundgang
10:30 Uhr
Das Drei-Säulen-Konzept im Abwassertransport mehr
Der Abwassertransport wird heute oft mithilfe des Drei-Säulen-Konzeptes betrachtet.
Die erste Säule stellt die verschiedensten Laufräder dar.  Wann sollte welches Laufrad eingesetzt werden? Reichen Standardlaufräder aus? Gerade heute bei immer problematischeren Abwässern müssen oft sogar Freistromradpumpen modifiziert werden. Man verändert die Schaufelgeometrie der Räder und verkleinert zusätzlich die Drallräume der Pumpen, um mit höheren Geschwindigkeiten zu arbeiten.

Unter der zweiten Säule steht die Intelligenz von Maschinen. Neue Aggregate werden mit intelligenter Sensorik ausgerüstet, um elektronische Reinigungssequenzen, nach gewissen Algorithmen zu fahren. Eine smarte Abwasserpumpstation erfüllt den Anspruch an Betriebssicherheit, Energieeffizienz und Konnektivität. Diese Bausteine sind neueste Entwicklungen beim Motor und einer neuen Hydraulik in Verbindung mit integrierter Steuerungsintelligenz. Ergebnis sind Systeme, die ohne das Zutun des Betreibers dazu in der Lage sind, intelligent auf Veränderungen in ihrem Umfeld zu reagieren.

Die dritte Säule sind auflösende Feuchttücher. Feuchttücher bereiten in Bezug auf Verstopfungen immer größere Probleme in der Wasserwirtschaft. Durch die vermehrte Verwendung von Feuchttüchern steigen aktuell die Wartungskosten in deutschen Pumpwerken um 8% jährlich und werden in einigen Jahren auf über 600 Millionen Euro pro Jahr ansteigen. Wenn sich hier nichts ändert, müssen also die Gebühren für den Endverbraucher angepasst werden. Man spricht von ca. 10%. Die Firma Kelheim Fibres hat eine Lösung: Feuchttücher, die sich von alleine in kürzester Zeit auflösen. Bei Wilo wurde gemeinsam mit dieser Firma eine Versuchsreihe über das Auflöseverhalten von normalen Feuchttüchern, den „neuen“ Feuchttüchern und handelsüblichen Toilettenpapier mit verschiedenen Laufrädern durchgeführt, die Ergebnisse werden im Vortrag aufgezeigt.

Das Lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • Abwassertransport: Auf die richtige Hydraulik kommt’s an
  • Was können intelligente Pumpstationen?
  • Das Feuchttuch-Problem: (auf)gelöst dank neuer Feuchttücher?
Referent: Mario Hübner | WILO SE

Seit 1975 bei WILO EMU GmbH als Konstrukteur beschäftigt. Ab 1990 als stellvertretender Konstruktionsleiter und ab 1997 als Konstruktionsleiter für den Bereich Schmutz- und Abwasserpumpen.
Ab Januar 2002 Marketingleitung, ab 2003 Manager Produktmanagement – Sewage pumps, Training, Analyses. Seit 2010 Manager System-Engineering – WILO SE, Sales Region D-A-CH.

11:00 Uhr
Auf ein langes (Pumpen)Leben – Welche Vorteile bieten Oberflächenbeschichtungen durch Thermisches Spritzen? mehr
Airbrush mit Keramik und Karbiden auf Metall: Wie beanspruchte Oberflächen gute Eigenschaften bekommen. Thermisches Spritzen verbindet unterschiedliche Werkstoffe in einem Bauteil und optimiert dessen Leistungsfähigkeit. Ein modernes Beschichtungsverfahren mit hohen Qualitäts- und Umweltansprüchen hat sich durchgesetzt. In vielen Pumpen wird bereits heute auf diese Technologie gebaut. Der Vortrag erklärt das Beschichtungsverfahren und die Werkstoffe, erläutert die Anwendung in der Praxis, visualisiert viele Beispiele und zeigt Qualitäts- und Umweltaspekte auf.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • Wie verbessern thermische Spritzschichten meine Bauteile
  • Welche Vorteile und Grenzen hat das Verfahren
  • Welchen Qualitätsanforderungen genügen die Schichten

Referent: Jens Putzier | Putzier Oberflächentechnik GmbH

Jens Putzier, geboren 1964, Dipl.-Ing. Metallurgie und Verfahrenstechnik, geschäftsführender Gesellschafter der Putzier Oberflächentechnik GmbH und der Deesys Dichtungssysteme GmbH, Vorstandsmitglied der Gemeinschaft Thermisches Spritzen e.V.

11:30 Uhr
Mittagspause // Networking und Ausstellung
12:30 Uhr
Intelligenter Baukasten für Gleitringdichtungen überzeugt in anspruchsvollen, chemischen Anwendungen
Referent: André Zocholl | ASV-Stübbe GmbH & Co. KG
Referent: Steffen Jürgens | ASV-Stübbe GmbH & Co. KG

Steffen Jürgens studierte an der Fachhochschule Hannover, Fachrichtung Allgemeiner Maschinenbau.
In seiner ersten beruflichen Station nach dem Studium bei Fa. GEA Ecoflex war er für die Projektierung und den weltweiten Vertrieb von Plattenwärmetauschern zuständig. Im Anschluss wechselte er zu Fa. WERNERT-Pumpen, wo er über 25 Jahre im Außendienst eigenverantwortlich Kunden aus dem Bereich der Chemie, der Kraftwerksindustrie und der Umwelttechnik betreute. Zu seinen Hauptaufgaben gehörten, neben der technischen Beratung und dem Verkauf, die Inbetriebnahme von Pumpen, die Erstellung von Schadensanalysen und die Durchführung von Produktschulungen. Seit Anfang 2016 ist er als Produktmanager Pumpen bei ASV Stübbe mitverantwortlich für die Entwicklung und Markteinführung einer neuen Chemie-Normpumpen-Baureihe aus Kunststoff.

12:55 Uhr
So funktioniert moderne Anlagenüberwachung heute mehr
Der Vortrag zeigt die aktuellen Entwicklungen in Bezug auf das Thema "Industrie 4.0" auf. Der Vortrag beinhaltet anwenderbezogene Lösungen für die Aggregate Pumpe, Elektomotor und Getriebe. Es wird verdeutlicht, wie der industrielle Nutzer auch ohne fundierte Kenntisse der Wälzlagerdiagnose sichere Handlungsempfehlungen generieren kann.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • Übericht Schaeffler Gruppe
  • Übersicht intelligente Schaeffler Überwachungs-Lösungen für Pumpe, Elektromotor und Getriebe
  • Generierung von sicheren Handlungesempfehlungen auch ohne fundierte Kenntnisse der Wälzlager- und Getriebetechnik.
Referent: Arne Tiede | Schaeffler Technologies AG & Co. KG

Seit über 25 Jahren bei Schaeffler als Beratungsingenieur in der Anwendungstechnik und im technischen Außendienst in nahezu allen Branchen der Industrie aktiv. Gemeinsam mit seinem Team ist Arne Tiede unter anderem Ansprechpartner im deutschen Vertrieb rund um das Thema „Industrie 4.0“.

13:20 Uhr
Spannende Einblicke in den Erfahrungsschatz eines Pumpen-Praktikers par excellence – ein Programm-Finale der besonderen Art: Lassen Sie sich überraschen! mehr
Das lernen die Teilnehmer:

  • Charakterisierung einer Pumpanlage
  • Richtige Auswahl einer Pumpe
  • Richtige Installation einer Pumpe

Referent: Manfred Thamm | ehemals Bayer Pharma Aktiengesellschaft

Manfred Thamm war seit 1967 bei der Bayer AG (vormals Schering AG) in Bergkamen beschäftigt. Davon neben der Ausbildung in einem Chemie-Beruf über 35 Jahre in der Produktion pharmazeutischer Arzneimittel unter Verwendung von Mikroorganismen. Die dadurch angeeigneten betrieblichen Erfahrungen versetzten ihn in die Lage, bei baulichen und apparativen Erweiterungen die Projekte zu begleiten um die betrieblichen Erfordernisse hinsichtlich Qualität und Qualifizierung der neuen Anlagen umzusetzen. Dabei entwickelte sich ein starkes Interesse an der Apparatetechnik. So konnte der Wunsch nach Veränderung umgesetzt werden, als die Infrastruktur des Standortes einen Fachmann suchte, der sich um Auswahl, Beschaffung und Betreuung des Pumpenbestandes am Standort kümmert. Seit September 2018 befindet sich Manfred Thamm im (Un)Ruhestand.

14:00 Uhr
Ende der Veranstaltung

Premiumpartner 2018

Sponsoren & Aussteller 2018