Programm Pumpen-Forum

Die Agenda zum Pumpenforum 2017 vom 16. - 17. November 2017 in Würzburg wird nun erstellt. Sollten Sie Interesse haben ein Vortragsthema einzureichen, nehmen Sie gerne mit uns Kontakt auf.

Werfen Sie auch gerne einen Blick auf das Vortragsprogramm des Pumpenforum 2016:

Dienstag, 15. November 2016

09:30 Uhr
Registrierung und Eröffnung der Fachausstellung
10:00 Uhr
Begrüßung aller Teilnehmer der Förderprozess-Foren 2016 und Beginn der Veranstaltung
Referent: Dr. Jörg Kempf | PROCESS
10:10 Uhr
Gemeinsame Keynote: Einflüsse auf die Produktentwicklung: Schneller – besser – günstiger. Geht das wirklich? -Richtlinien, Anforderungen, „Hilfsmittel“, Schäden, Umgang mit Schäden, Verantwortlichkeiten mehr
Richtlinien fordern immer „mehr“. Viele Entwicklungstools stehen zur Verfügung. Werden Produkte wirklich „besser“? Der Vortrag geht kritisch auf Entwicklungen der letzten Jahre ein und nennt Maßnahmen im Umgang mit Schäden.
Referent: Frank Flammer | Maschinenkanzlei

Studium des Maschinenbaus an der Technischen Universität Braunschweig
1994 - 1999: Industrietätigkeiten mit dem Schwerpunkt technischer Analysen als Projekt- und Abteilungsleiter bei internationalen Konzernen
1999 Gründung eines Sachverständigenbüros, seitdem selbständig als Consultant tätig
2002 Öffentliche Bestellung und Vereidigung zum Sachverständigen durch die IHK Hannover
2005 International zertifizierter Mediator, Academy of Experts, London
2005 Vorstand „Team Deutscher Maschinenexperten e.V.“
2005 Internationale Zertifizierung als technischer Experte, Swiss Experts Certification, Lausanne, Schweiz
2006 Berufung zum Schweizer Gerichtsexperten
2006 Aufnahme in die Schweizerische Kammer technischer und wissenschaftlicher Gerichtsexperten
2008 Aufnahme in den Sachverständigenausschuß der IHK Hannover
2010 Aufnahme in das Fachgremium „Maschinen und Bewertung“ der IHK Hannover
2012 Beratender Ingenieur der Ingenieurkammer Niedersachsen

10:40 Uhr
Aufteilung und Einführung in die 3 Foren
10:45 Uhr
Welcher Pumpentyp für welche Förderaufgabe? Je komplexer das Medium, desto schwieriger die Pumpenwahl und -auslegung mehr
Was macht einen Fördervorgang schwierig? Einerseits ist es das Fördergut, anderseits aber auch das System in dem eine Pumpe agieren muss. Passt das System nicht zum Fördergut oder es entstehen Wechselwirkungen, so führt das ebenfalls zu Schwierigkeiten.
Schwierige Fördergüter sind zweifellos superkritische Fluide die leicht verdampfen können, oder abrasive oder empfindliche Suspensionen die meist auch sedimentieren und Verschleiß verursachen oder schonend gefördert werden müssen. Hat man dabei die Lebensdauer der Pumpe und ihre sichere Funktion im Auge, so ist die Pumpenauswahl keine leichte Aufgabe. Darüber hinaus beeinflussen die innere Leckstromproblematik, Schmierfähigkeit, chemische Beständigkeit, und die Viskositätsart nicht nur die Pumpenauswahl, als auch die Lebensdauer und die Energieeffizienz. Und schließlich erzeugt jede Pumpe eine gewisse Dynamik, die sich im System entwickeln und auch sehr schädlich auf die Pumpe zurückwirken können. Die richtige Pumpe auszuwählen und Pumpensystem richtig zu gestalten ist daher eine komplexe Aufgabe. Der Vortrag gibt hierzu Hilfestellung und Hinweise wie die Lebensdauern der Pumpen verlängert werden können.

Referent: Prof. Dr.-Ing. Eberhard Schlücker | Universität Erlangen-Nürnberg
11:30 Uhr
Pumpenschäden: Teure Reparatur und Produktionsausfall! Wie lässt sich das vermeiden? mehr
Teure Pumpenreparatur und Produktionsausfall! Wie lässt sich das vermeiden?

... Diese Frage dürfte wohl jeden Pumpenbetreiber umtreiben. Denn unsachgemäß ausgelegte und betriebene Pumpen gefährden schnell die Wirtschaftlichkeit ganzer Anlagen. Holen Sie sich Tipps eines erfahrenen Pumpen-Praktikers: Personal motivieren, Organisation aufbauen und Technik gezielt einsetzen – das sind die Elemente, die zum Erfolg führen und die gesamten Instandhaltungskosten senken.

Rund 4000 Industriepumpen reparieren die Spezialisten von Pumpentechnik Bass pro Jahr. Dabei steht immer auch die Frage im Vordergrund, wie es zum Pumpenschaden kommen konnte, um daraus zu lernen und die Prozesse bei den Anwendern zu optimieren. Auf dem 14. Pumpen-Forum können Sie von diesem reichhaltigen Erfahrungsschatz profitieren! Stefan Leuchtenberger richtet seinen Vortrag an der Frage aus, wie man sich im Betrieb personell, organisatorisch und technisch aufstellen muss, um ein optimales Ergebnis im Umgang mit Pumpen zu erzielen. Das beginnt mit dem Einrichten und/oder Erhalten einer eigenen Pumpenabteilung, reicht über die richtigen Schulung im Umgang mit Pumpen, eine saubere Schwachstellenanalyse bis hin zur zustandsorientierten Instandhaltung, um nur einige Aspekte herauszugreifen.

Ob Trockenlauf oder der „Lauf im eigenen Saft“, ob die falsche Ausrichtung von Kupplungen, die falsche Drehrichtung, das falsche Anziehen von Packungen oder die falsche Werkstoffauswahl: Es gibt fast nichts, was Leuchtenberger im Praxisalltag noch nicht erlebt hat. Lernen Sie aus den Fehlern anderer und nehmen Sie wertvolle Tipps mit in Ihren Betrieb, damit teure Pumpenreparaturen und Produktionsausfälle für Sie Fremdworte bleiben. Denn Pumpenschäden müssen nicht sein!

Referent: Stefan Leuchtenberger | Pumpentechnik Bass GmbH

Stefan Leuchtenberger (46) ist Industrie-Meister und Maschinenbau-Techniker. Seit 1988 ist er mit dem Thema "Pumpen in der Chemie" beschäftigt, zunächst als Monteur in der Pumpenwerkstatt der sachtleben Chemie GmbH, Duisburg, danach seit 1991 als langjähriger Leiter der Pumepenstelle bei Sachtleben. Dort betreute er ca. 3000 Pumpen in verschiedensten Bauarten und Größen und war für Instandhaltung und Neuplanung zuständig. Seit 2005 erweiterte sich dort sein Aufgabenbereich: Als Leiter der Arbeitsvorbereitung war er zusätzlich für Instandhaltung und Reparatur des gesamten Maschinenparks der Firma zuständig. Seit 2010 nun ist Stefan Leuchtenberger Prokurist und Technischer Leiter bei der Firma Pumpentechnik Bass, Oberhausen. Diese Firma führt Reparaturen, Instandhaltung und Wartung im Bereich Pumpen und Gleitringdichtungen durch, berät bei technischen Problemen und plant und liefert schlüsselfertige Pumpenstände.

12:15 Uhr
Pause/Networking/Ausstellung mit 1. Ausstellerrundgang
13:30 Uhr
Auch wenn’s mal zäh kommt, - Exzenter- und Drehkolbenpumpen schaffen das mehr
Die Auswahl der richtigen Pumpen ist bedeutend für die Ermittlung der Life Cycle Costs. Hier spielen Lebensdauer und Wirkungsgrade eine herausragende Rolle. Umso wichtiger ist es die geeignete Pumpe für die Anwendung zu finden. Rotierende Verdrängerpumpen lassen sich vielfältig einsetzen und bieten häufig die beste Lösung.
Der Vortrag gibt einen Überblick über Exzenter- und Drehkolbenpumpen mit Praxisbeispielen.

Rotierende Verdrängerpumpen

Rotierenden Verdrängerpumpen bilden eine geometrische vorgegebene Förderkammer aus, die kontinuierlich von der Saug- zur Druckseite verschoben wird. Diese Verschiebung erfolgt abhängig von der Bauart radial oder axial und erfolgt kontinuierlich und ventillos. Die Auswahl der jeweiligen richtigen Pumpe erfolgt in Abhängigkeit der Förderparameter. Hierbei spielen Viskosität, Scherempfindlichkeit des Produkts, Temperatur oder auch die Anforderungen an die Werkstoffe eine wichtige Rolle.

Die Bandbreite der Einsetzbarkeit bewegt sich von einfachen Förderaufgaben bis hin zur Förderung von Mehrphasengemischen. Selbst höchstviskose Medien wie Pasten, sichtfestes Material oder Fördermedien mit großen Feststoffen können bewältigt werden.

Da die Fördermenge analog zur Drehzahl variiert werden kann, kommen diese häufig auch für regelbare Förderaufgaben zum Einsatz. Abgerundet wird dieser Vortrag mit Hinweisen zu sinnvollen Überwachungs- und Abdichtungssystemen.

NETZSCH bietet als Hersteller von Exzenterschnecken-, Drehkolben- und Schraubenspindelpumpen ein breites Spektrum an rotierenden Verdrängerpumpen, welche für die unterschiedlichsten Anwendungen eingesetzt werden.

Referent: Robert Kurz | Netzsch Pumpen & Systeme GmbH

1989-1991: Technikerausbildung, Fachrichtung Maschinenbau; 1991 bis 1996: Vertrieb von Strömungsmaschinen und Verdrängerpumpen; 1996 bis 1999: Leitung eines Werksbüros und Vertrieb von Strömungsmaschinen, vorwiegend in der chem. Industrie; 1999 bis 2001: Leitung eines Werksbüros und Vertrieb von Exzenterschneckenpumpen; 2002 bis 2006: Aufbau und Leitung des Geschäftsfeldes Umwelt + Energie bei der NETZSCH Mohnopumpen GmbH; 2007 bis 2013: Aufbau und Leitung des weltweiten Geschäftsfeldes Öl + Gas bei der NETZSCH Pumpen & Systeme GmbH; 2013 bis heute: Übernahme der Leitung der Vertriebsregion Europe, Middle East und Africa

14:00 Uhr
Energieeffiziente und präzise Hochdruck-Prozessmembranpumpen für die Verfahrenstechnik mehr
  • Wann Hochdruck-Prozessmembranpumpen ausgewählt werden können und wie sie aufgebaut sind
  • Warum sie energieffizient und damit manchen anderen Pumpenbauarten überlegen sind
  • Warum sie präzise sind

Häufig stehen Planer und Betreiber von verfahrenstechnischen Anlagen vor der Frage: Welche ist die richtige Pumpe?
Der Vortrag beschäftigt sich anhand eines Auswahldiagramms zunächst mit dieser Frage und versucht dabei auch, einen Gegenpunkt zu bestehenden Denkschemata und Vorurteilen zu setzen.
Im weiteren Verlauf wird erläutert, wie Hochdruck-Prozessmembranpumpen aufgebaut sind und warum sie besonders effizient und präzise sind.
Abgerundet wird der Vortrag mit Beispielen zu dieser Thematik aus der Praxis.   

Referent: Thomas Bökenbrink | Lewa GmbH

1986 - 1991 Duales Studium Masch.bau an der FH Niederrhein (Betriebschlosser (1988) /Dipl.Ing. FH (1991) )
1991 Projektingenieur bei Rheinische Kalksteinwerke Wülfrath
seit 1991 bei LEWA in verschiedenen Positionen (Vertrieb; Produktmanagement)

14:30 Uhr
Magnetgekuppelte Chemieprozesspumpen für schwierige Förderaufgaben / ATEX mehr
  • Abgrenzung magnetgekuppelte Pumpen
  • Pumpen im ATEX Bereich: Grenzen und Möglichkeiten
  • Pumpen im anspruchsvollem Umfeld: Praxisbeispiele

Gegenstand des Vortrages soll der Einsatz von magnetgekuppelten Pumpen in der Chemie- bzw. Prozessindustrie sein. Die dichtungslosen Magnetkupplungspumpen eignen sich hervorragend für die hohen Anforderungen der chemischen und zahlreicher weiterer Industrien. Mit diesen hoch entwickelten und ausserordentlich energieeffizienten Pumpen können flüssige Medien verschiedenster Art zuverlässig und absolut sicher gefördert werden. Dem Zuhörer wird kurz die Abgrenzung zwischen GLRD und magnetgekuppelten Pumpen dargestellt. Dank ihrer besonderen Konstruktion benötigen sie keinen Gleitlagerträger. Die einteilige, zentral angeordnete Laufradlagerung wird mit der gepumpten Flüssigkeit optimal gespült und gekühlt. Deshalb können auch feststoffbeladene und leicht siedende Flüssigkeiten gefördert werden. Abhängig vom Fördermedium können Flüssigkeiten mit bis zu 30 Prozent Feststoffen und einer Korngrösse von bis zu 1 mm gepumpt werden. Ein weiterer Punkt des Vortrages sind ATEX relevante Themen und die Herausforderungen an den Pumpenhersteller unter der Prämisse von energiesparenden, sicheren  und flexiblen Pumpensystemen (Bsp. Frequenzumrichterbetrieb in der ATEX-Zone). Der Vortrag soll nicht nur theoretischer Natur sein, sondern wird durch ein Best Practice Beispiel abgerundet. 
Referent: René Grywnow | CP Pumpen GmbH

René Grywnow verantwortet und leitet heute mit Simon Bolliger (CFO, CP Pumpen AG) die Tochergesellschaft der CP Pumpen AG (Sitz Zofingen, Schweiz) in Deutschland die CP Pumpen GmbH (Sitz Mannheim), er ist dort als Geschäftsführer für den Vertrieb verantwortlich. Neben der Prozessindustrie, waren wichtige Stationen für René Grywnow: Hilge/Grundfos (Vertrieb von Prozesspumpen), Danfoss (Business Development MidEurope OGD), Schöning Manufacturing and Modification (Siemens Approved Partner Power), Innovative Systems GmbH (Center of Competence Food Beverage Pharma). Studium/Weiterbildungen: Brauwesen in München, Wirtschaftspsychologie, Design Six Sigma und Lean SixSigma BlackBelt sowie einen Master der Cardiff University in Wirtschaftswissenschaften.

15:00 Uhr
Kunststoff-Kreiselpumpen: Einsatzgebiete, Einsatzgrenzen und Erfahrungen bei der Anwendung mehr
  • Beispielhafte Einsatzmöglichkeiten von Kunststoff-Kreiselpumpen.
  • Einsatzgrenzen von Kunststoff-Kreiselpumpen
  • Außergewöhnliche Anwendungen

Konkrete Einsatzbeispiele von Kunststoffpumpen mit den Schwerpunkten großer Fördermengen und hoher Temperaturen bei der Förderung von abrasiven und aggresiven Medien in den Bereichen Rauchgasreinigung und Chemieindustrie werden dargestellt. Die Erfahrungen hinsichtlich der Anpassung der Pumpen an spezielle Förderaufagaben und deren Umsetzung vor Ort stellen einen Schwerpunkt des Vortrages dar, dies schließt die Einsatzgrenzen der Aggregate mit ein. Darüber hinaus werden einige ungewöhnliche Einsatzorte von Kunststoffpumpen dargestellt und erläutert.
Referent: Johann Dausenau | Munsch Chemie-Pumpen GmbH

Name: Johann Dausenau; Geburtsdatum: 10.11.1956; Titel: Dipl. Ing. (FH) Maschinenbau und Pumpenfachingenieur; Tätigkeit: Leiter Service Außendienst der MUNSCH Chemie-Pumpen GmbH; Beruflicher Werdegang: Lehre als Maschinenschlosser; Fachhochschulreife auf dem zweiten Bildungsweg; Maschinenbaustudium, an der FH Koblenz; Leiter Ing. Technik der Farbwerke Schröder und Stadelmann in Lahnstein; ein Tochterunternehmen der Hoechst AG; Technischer Berater und Projektleiter bei der Handwerkskammer Koblenz; Zertifizierungsstellenleiter ZDH-ZERT; Leiter Marketing und Service der MUNSCH Chemiepumpen GmbH

15:30 Uhr
Pause/Networking/Ausstellung
16:30 Uhr
Rund ums Thema Ex-Schutz/Brandschutz/Pumpen: Exkursion Staatl. Feuerwehrschule Würzburg mit Besichtigung des "brand"neuen Übungshauses mehr
Die Staatliche Feuerwehrschule Würzburg ist eine von drei Staatlichen Feuerwehrschulen in Bayern.
In jährlich rund 220 Veranstaltungen werden knapp 5000 (überwiegend ehrenamtliche) Führungs- und Einsatzkräfte der bayerischen Feuerwehren in 86 verschiedenen Lehrgangsarten ausgebildet. Mit Inbetriebnahme der neuen Übungshalle wird uns ab 2017 eine der modernsten Feuerwehrausbildungseinrichtungen zur Verfügung stehen.

Referent: Michael Bräuer | Feuerwehrschule
18:30 Uhr
Ende des ersten Veranstaltungstages
19:15 Uhr
Abendveranstaltung im Brauerei Gasthof Alter Kranen Würzburg mit Tischkicker Match

Mittwoch, 16. November 2016

09:00 Uhr
Gemeinsame Keynote: Moderne Strömungssimulation vom Maschinenbau zur Biomedizin mehr
  • Das Potential heutiger Stömungssimulation im Zusammenwirken mit stochastischen Methoden zur Maschinenoptimierung
  • Der Effektive Einsatz von Metamodellen zur sicheren Vorhersage des Betriebsverhaltens ohne aufwändige Computersimulationen
  • Die Simulation der Fluid-Struktur-Interaktion mit großen Verformungen am Beispiel von biologischen Herzklappenprothesen

Die Präsentation demonstriert die heutigen Möglichkeiten der numerischen Strömungssimulation.

Integriert sind moderne stochastische Methoden, mit deren Metamodellen komplexe Zusammenhänge abgebildet werden können. Der erfolgreiche Einsatz dieser Methoden wird anhand einer Kleinwindanlage erläutert. Insbesondere gelingt es nicht nur, einen optimalen Betriebspunkt aus einem Metamodell vorherzusagen, sondern es kann auch eine komplette Kennlinie bestimmt werden.

Eine besondere Herausforderung im Bereich der Computersimulation existiert immer dann, wenn große Bewegungen der Topologie zu berücksichtigen sind. Zwei Beispiele erläutern dies: Das erste zeigt, wie mit modernen Computermethoden der Vogelflug am Beispiel einer Silbermöwe simuliert werden kann. Das zweite Beispiel besitzt einen noch höheren Komplexitätsgrad, weil zusätzlich die Interaktion von Fluid und Strukturen eine Rolle spielt. Es wird der Bewegungsablauf von künstlichen Herzklappen physiologisch korrekt mit dem Computer simuliert.

Referent: Prof. Dr.-Ing. Marius Geller

Wissenschaftlicher Werdegang von Prof. Dr.-Ing. M. Geller

• 1985: Dissertation: Ruhr-Universität Bochum: „Finite-Element-Analyse von hoch belasteten Kompressorlaufrädern“
• Entwicklungsingenieur bei der Firma BBC, Schweiz.
• Leitung einer Forschungsgruppe in einem Center of Excellence bei ABB, Schweiz.
• Referent für Entwicklung von Dampfkraftwerken bei der Firma ABB, Mannheim.
• Leiter der Technik für Turbogeneratoren bei der Firma ABB, Mannheim.
• Seit 1994: Professur an der FH Dortmund, Fachgebiete: Strömungsmechanik und Strömungsmaschinen
• Seit 2000: Leitung des ministeriell anerkannten Forschungsschwerpunktes „Computersimulation im Maschinenbau“
• 2010: Offizielle Ernennung zum Mitglied der InnovationsAllianz des Landes NRW

Arbeitsschwerpunkte:
• Computerbasierte Simulation der Strömung und der Festigkeit bei Turbomaschinen
• Biomechanische Simulation im kardiovaskulären System (Biomedizin)
• Optimierung mit Hilfe von stochastischen Methoden

Leitung mehrerer Forschungsprojekte und Industriekooperationen

09:45 Uhr
Aufteilung in die 3 Foren
09:50 Uhr
Dichtungssysteme sicher handhaben mehr
  • Technik der Gleitringdichtungen
  • Hinweise zum Erkennen von Unregelmäßigkeiten und deren Ursachen im Betrieb
  • Hinweise zur Erhöhung der Lebensdauer von Gleitringdichtungen


Die Abdichtungen von Pumpen und verfahrenstechnischen Maschinen sind so vielfältig wie die Anwendungen und die Maschinentypen selbst. Dabei stellen die Gleitringdichtungen den größten und vielfältigsten Bereich dar.
Es werden die Funktionsweise und die Anordnungen von Gleitringdichtungen  beschrieben.
Durch den gezielten Einsatz von Versorgungssystemen können die Einsatzmöglichkeiten deutlich erweitert werden. Mit Gleitringdichtungen lassen sich aber auch schwierige und feststoffbeladene Medien abdichten. Je besser man die Medieneigenschaften einschätzen kann, umso besser kann man die Gleitringdichtung für den Einsatz konzipieren.  In jedem Fall stehen bei Gleitringdichtungen, die Anwendung und das abzudichtende Medium im Vordergrund. Bei dem Betrieb von Gleitringdichtungen können Unregelmäßigkeiten auftreten. Wichtig ist es die Ursachen im Betrieb zu erkennen und somit die Lebensdauer der Gleitringdichtungen zu erhöhen. Der bestimmungsgemäße Betrieb spielt dabei eine entscheidende Rolle.
Referent: Andreas Eiletz | EagleBurgmann Germany GmbH & Co. KG

Studium Maschinenbau an der technischen Universität München; Seit 1990 bei EagleBurgmann in der Dichtungstechnik in verschiedenen Bereichen tätig: Versuchsingenieur in Abtl. Entwicklung und Versuch Gleitringdichtungen, Vertriebsingenieur Abteilung Rührer-Mischer-Kneter (RMK), Abteilungsleiter Produktfeld RMK, Vertrieb, Abteilungsleiter Produktfeld Pumpen OEM, Abteilungsleiter Produktfeld Standarddichtungen, Abteilungsleiter Anwendungstechnik für den Bereich Chemie, Pharma, Food und Wasser, Abteilungsleiter Anwendungstechnik für den Bereich RMK, Zentrifugen und Pumpen in der Pharmzie und Lebensmitelindustrie

10:30 Uhr
Pumpe 4.0 – wie Anwender von einem interaktionsfähigen Pumpensystem profitieren
Referent: Rainer Schmitz | Grundfos GmbH
11:00 Uhr
Pause/Networking/Ausstellung mit 2. Ausstellerrundgang
11:45 Uhr
Auswahl und Betreiben von Pumpen in chemisch-pharmazeutischen Anwendungen mehr
  • Voraussetzungen zur Herstellung von Arzneimitteln
  • Hygiene Design für Pumpen
  • Ermittlung der richtigen Pumpe (Pumpenauswahl)

Pharmazeutische Produkte müssen im Einklang mit rechtlichen Forderungen, wie z.B. dem Arzneimittelgesetz und der Betriebsverordnung für pharmazeutische Unternehmer gefertigt werden.
Um valide Herstellungsverfahren zu gewährleisten, wird höchster Wert auf die hygienegerechte Gestaltung und Reinigbarkeit von Anlagen und Apparaten gelegt. Hierzu ist ein definiertes Design der Pumpen erforderlich, wobei die richtige Auswahl der Werkstoffe, die Einbaulage der Pumpen und nicht zuletzt die Erfordernisse der Anlage in ihren Förder- und Leistungsdaten von enormer Wichtigkeit sind.
Referent: Manfred Thamm | Bayer Pharma Aktiengesellschaft

Manfred Thamm ist seit 1967 bei der Bayer AG (vormals Schering AG) in Bergkamen beschäftigt. Davon neben der Ausbildung in einem Chemie-Beruf über 35 Jahre in der Produktion pharmazeutischer Arzneimittel unter Verwendung von Mikroorganismen. Die dadurch angeeigneten betrieblichen Erfahrungen versetzten ihn in die Lage, bei baulichen und apparativen Erweiterungen die Projekte zu begleiten um die betrieblichen Erfordernisse hinsichtlich Qualität und Qualifizierung der neuen Anlagen umzusetzen. Dabei entwickelte sich ein starkes Interesse an der Apparatetechnik. So konnte der Wunsch nach Veränderung umgesetzt werden, als die Infrastruktur des Standortes einen Fachmann suchte, der sich um Auswahl, Beschaffung und Betreuung des Pumpenbestandes am Standort kümmert. Ohne Pumpe läuft in einem chemisch-pharmazeutischen Standort kein Tropfen.

12:15 Uhr
Schonende Förderung von Lebensmittelflüssigkeiten mehr
  • Einfluss der Scherwirkung der Pumpe auf das Produkt
  • Energie Einsparpotential bei der Förderung von viskosen Medien
  • Schonende Förderung von Partikeln

Die Lebensmittelindustrie wird heutzutage mit hohen Anforderungen konfrontiert. Der Ruf einer Firma und ihrer Marken hängt von der Beschaffenheit und Beständigkeit ihrer Produkte ab. MasoSine Process Pumps, eine Firma der Watson-Marlow Fluid Technology Group, stellt sich diesen Herausforderungen mit einer großen Bandbreite an Verdrängerpumpen mit folgenden Vorteilen:

  •    Hygienisch optimierte Bauweise (EHEDG und 3-A)
  •    Produktschonenede Förderung
  •    Weniger Ausfallzeiten und niedriger Wartungsaufwand
  •    Energieeffiziente Arbeitsweise speziell für viskose Medien

Die optimierte Bauweise unserer Pumpen für Lebensmittel ermöglicht den produktschonenden Transfer von empfindlichen Medien auch mit Feststoffen. Dies reduziert den Ausschuss, minimiert Beschädigungen und gewährleistet eine einwandfreie Qualität des Fertigproduktes.
Referent: Steffen Knödler | Watson-Marlow Fluid Technology Group
12:45 Uhr
Aufbereitung und Förderung von schwer pumpbaren Stoffen mehr
  • Aufbereitung und Förderung von schwer pumpbaren Stoffen
  • Anwendungsmöglichkeiten und Grenzen
  • Praxisbeispiele

Dickstoff - Kolbenpumpen werden weltweit zur Förderung von Beton erfolgreich eingesetzt. Doch es gibt eine Vielzahl von Anwendungen und Stoffen, die mit dieser erprobten Technologie unter teilweise hohen Drücken über weite Strecken gepumpt werden können. Dabei kommt es auf die Beschaffenheit und Aufbereitung des Materials an. Oftmals ist nur eine geringe Zugabe von Wasser nötig, um aus einem Feststoff ein pumpbares Medium zu machen und so die Vorteile eines geschlossenen Transportes nutzen zu können. Die Einsatzmöglichkeiten reichen von mineralischen über chemische bis hin zu biologischen Materialien, die sich häufig auch im explosiven oder toxischen Bereich bewegen.
Referent: Tobias Lutz | Putzmeister Solid Pumps GmbH

Tobias Lutz ist seit 2006 bei Putzmeister beschäftigt und ist heute zuständig für das Poduktmanagement im Hause Putzmeister Solid Pumps GmbH. Nach seinem BA- Studium zum Wirtschaftsingenieur war er im Projektmanagement für Industriepumpen tätig und hat dadurch den praktischen Einsatz vn Kolbenpumpen selbst erlebt. Später folgten die Leitung des Angebotsmanagements und des Vertriebs in Nordamerika, was ihm die notwendige Erfahrung für das Produktmanagement einbrachte. Daher beschäftigt er sich kontinuierlich mit den derzeitigen Limits der Pumpbarkeit um diese mit neuen Produkten und Prozessen immer weiter nach oben zu heben.

13:15 Uhr
Pause/Networking/Ausstellung mit 3. Ausstellerrundgang
14:15 Uhr
HD-Pumpen in der Praxis: Anwendungsorientierte Betrachtung von Problemen und Fehlern in Flüssigkeitsprozessen mehr
Erfahrungsbericht, grober Inhalt:
•    Kavitation und NPSH  durch zur geringen Zulauf  (Umstellung im Prozess durch geplante oder ungeplante  Anlagenerweiterung)
•    Druckstöße, Vorsorge  Verhinderung und Maßnahmen  Beispiele
•    Energieeinsparung durch richtige Auslegung  und  Steuerung und richtigen Betrieb der Pumpe.

Referent: Katharina Diener | DBIC International

1972 geboren in Frankfurt/Main
1992 Abitur anschließend Sachbearbeitung Fa. DBIC International Geräte und Anlagenbau GmbH,
1995 Praktikum Gamma Treuhand GmbH
1996 Praktikum Platz Reinigungssysteme GmbH
2001 Abschluss des Studium BWL an Goethe Universität, Frankfurt
2002 Assistenz Geschäftsleitung Fa. USDR Aerospace
2003 Produktmanagement Pitotpumpen Fa. DBIC International Geräte und Anlagenbau GmbH
2011 Inhaber und Geschäftsführerin Fa. DBIC

14:45 Uhr
Wirtschaftliche Membranpumpe mit Anbaukompressor und Bypass-Fördermengen Reguliereinheit für den Druckbereich bis 16 bar mehr
  • Wirtschaftliche (MTBR >8000h) Pumpenkonstruktion für Drücke bis 16 bar mit Anbaukompressor zur kontrollierten Befüllung der Pulsationsdämpfer und Bypass-Fördermengenregulierung
  • Universell einsetzbare Pumpentechnik für chemisch aggressive oder mechanisch abrasive Fluide sowie heterogene Mischungen.
  • Bewährte Pumpentechnik mit hohem energetischem Wirkungsgrad


Die wirtschaftliche, elektrisch angetriebene Doppel-Schlauchmembranpumpe mit Anbaukompressor und Bypass-Fördermengenregulierung setzt neue Maßstäbe in Bezug auf Betriebssicherheit und Verfügbarkeit. Nur die Schlauchmembranen, die korrosions- und abrasionsbeständigen Ventile sowie die Sammelleitung kommen mit dem Medium in Kontakt. Die zylindrische Form der Membrane begünstigt das Fließverhalten und sorgt für eine schonende Förderung von scherempfindlichen Medien. Somit werden überzeugende Standzeiten erreicht.
Besonderes Merkmal dieser Pumpenkonstruktion ist neben der kompakten Bauweise und den günstigen Anschaffungskosten der neu entwickelte Anbau-Kolbenkompressor, der stets für eine optimale Pulsationsdämpfung sorgt. Unempfindlich gegen Trockenlauf glänzt die EcoTrans MULTISAFE® durch extrem lange Wartungsintervalle und einen hohen energetischen und volumetrischen Gesamt-Wirkungsgrad.

Referent: Daniel Nägel | Feluwa Pumpen GmbH

2002– 2005: Ausbildung „Technischer Zeichner“
2005- 2009: Studium zum Dipl. Maschinenbau Ingenieur an der Hochschule Trier
2007:Praxissemester bei TCC in China, Tianjin
2009: Diplomarbeit; Thema: „Konstruktion, Aufbau und Erprobung der Mikroskopie zur Verformungsmessung von Mikrostrukturen“
2010 –2011: Berufsbegleitendes Fernstudium zum Pumpenfachingenieur bei der TU Graz
2009: Mehrere Veröffentlichungen zum Thema Oszillierende Verdrängerpumpen

15:15 Uhr
Wird der Reluktanzmotor das Arbeitspferd der Antriebstechnik? mehr
Wegen der laufend steigenden Energiekosten liegt der Fokus bei der elektrischen Antriebstechnik heute auf der Energieeffizienz. Der Synchron-Reluktanzmotor (SRM) entwickelt bei drehzahlveränderbaren Antrieben einen besseren Wirkungsgrad als der „gute 125 Jahre alte“ Asynchronmotor, das langjährige Arbeitspferd der elektrischen Antriebstechnik. Zudem ist der Läufer des SR-Motors kostengünstiger und materialsparender, da er keine Aluminium- oder Kupfer-Wicklung trägt. Weil Läuferverluste fehlen, bleiben sowohl der Läufer als auch der Ständer „kalt“, was zur Verlängerung der Lebensdauer bei Ständerwicklung und Lagern führt. Darüber wird berichtet.
Referent: Prof. Dr. Peter F. Brosch | Hochschule Hannover

Jahrgang 1934. Prof. Dr.-Ing. Peter F. Brosch absolvierte nach dem Abitur eine Lehre als Elektromechaniker und anschließend ein Studium im Bereich Elektrotechnik an der damaligen TH Hannover. Er promovierte 1967 bei Prof. Dr.-Ing. Heinz Jordan. Seit 1971 bis jetzt lehrt er an der Hochschule Hannover, Fakultät I Elektrotechnik und Informationstechnik und Fakultät II Maschinenbau, in den Bereichen Elektrische Maschinen, Antriebe und Leistungselektronik. Prof. Dr.-Ing. Peter F. Brosch ist Ehrenprofessor an der Zhejiang University of Sciences and Technology (ZUST), Hangzhou, und der Universität in Hefei in der Volksrepublik China. An diesen Hochschulen und der Tongji Universität in Schanghai lehrte er und baute Laboratore für die Antriebstechnik auf. Von Prof. Brosch sind 8 Bücher und über 300 Beiträge zu Themen der Antriebstechnik erschienen.

15:45 Uhr
Abschlussdiskussion: Sie fragen – wir antworten! Problemlösung für Teilnehmerfragen
16:00 Uhr
Ende der Veranstaltung

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