Programm

Aktuell erstellen wir ein nutzwertiges und praxisorientiertes Veranstaltungsprogramm zu den Förderprozess-Foren 2016. Weitere Informationen erwarten Sie in Kürze hier.


Folgende Schwerpunktthemen bilden das neue Programm des Pumpen Forums 2016: 

Pumpen-Forum – Damit Ihre Pumpe sicher und zuverlässig läuft: Experten-Tipps für den Umgang mit feststoffhaltigen und anderen schwierigen Fördermedien

•    Welche feststoffhaltigen Flüssigkeiten gibt es? Wie sind die Anforderungen
     an die Pumpen?
•    Umgang mit toxischen Medien
•    Hygienepumpen stellen besondere Anforderungen
•    Für welche Medien kommen Kreiselpumpen in Frage?
•    Rotierende Verdrängerpumpen und Oszillierende Verdrängerpumpen
•    Abrasion, Korrosion & Co.: Auf den richtigen Werkstoff kommt’s an
•    Sind auch hermetisch dichte Pumpen für feststoffhaltige
     Flüssigkeiten geeignet?
•    Was ist dem Betreiber bei der Pumpenauswahl wichtig?
•    Gleitringdichtungen und andere Wellenabdichtungen
•    Pumpen und Ex-Schutz
•    Wie vermeidet der Praktiker Pumpenschäden?
•    Pumpenantriebe

Sie möchten sich mit einem Vortrag an unserem Programm beteiligen? Dann werden Sie Vortragspartner in einem unserer Praxisforen. Mehr zum Angebot finden Sie unter

Werfen Sie einen Blick auf das Vortragsprogramm des Pumpenforum 2015:

Mittwoch, 9. Dezember 2015

09:30 Uhr
Registrierung und Eröffnung der Fachausstellung
10:00 Uhr
Begrüßung der Teilnehmer auf den Förderprozess-Foren 2015
10:15 Uhr
Einführung Pumpen-Forum
Referent: Dr. Friedrich Wilhelm Hennecke | Pumpenfachingenieur GmbH
10:30 Uhr
Welche feststoffhaltigen Flüssigkeiten gibt es und welche Anforderungen müssen die Pumpen erfüllen?
Referent: Prof. Dr.-Ing. Eberhard Schlücker | Universität Erlangen-Nürnberg
11:30 Uhr
Rotierende Verdrängerpumpen fördern fast alles mehr
Die Auswahl der richtigen Pumpen ist bedeutend für die Ermittlung der Life Cycle Costs. Hier spielen Lebensdauer und Wirkungsgrade eine herausragende Rolle. Umso wichtiger ist es die geeignete Pumpe für die Anwendung zu finden. Rotierende Verdrängerpumpen lassen sich vielfältig einsetzen und bieten häufig die beste Lösung.
Der Vortrag gibt einen Überblick über rotierende Verdrängerpumpen mit Vertiefungen Exzenterschnecken- Drehkolben- und Schraubenspindelpumpen.

Rotierende Verdrängerpumpen

Rotierenden Verdrängerpumpen bilden eine geometrische vorgegebene Förderkammer aus, die kontinuierlich von der Saug- zur Druckseite verschoben wird. Diese Verschiebung erfolgt abhängig von der Bauart radial oder axial und erfolgt kontinuierlich und ventillos. Die Auswahl der jeweiligen richtigen Pumpe erfolgt in Abhängigkeit der Förderparameter. Hierbei spielen Viskosität, Scherempfindlichkeit des Produkts, Temperatur oder auch die Anforderungen an die Werkstoffe eine wichtige Rolle.

Die Bandbreite der Einsetzbarkeit bewegt sich von einfachen Förderaufgaben bis hin zur Förderung von Mehrphasengemischen. Selbst höchstviskose Medien wie Pasten, sichtfestes Material oder Fördermedien mit großen Feststoffen können bewältigt werden.

Da die Fördermenge analog zur Drehzahl variiert werden kann, kommen diese häufig auch für regelbare Förderaufgaben zum Einsatz. Abgerundet wird dieser Vortrag mit Hinweisen zu sinnvollen Überwachungs- und Abdichtungssystemen.

NETZSCH bietet als Hersteller von Exzenterschnecken-, Drehkolben- und Schraubenspindelpumpen ein breites Spektrum an rotierenden Verdrängerpumpen, welche für die unterschiedlichsten Anwendungen eingesetzt werden.

Referent: Robert Kurz | Netzsch Pumpen & Systeme GmbH

1989-1991: Technikerausbildung, Fachrichtung Maschinenbau; 1991 bis 1996: Vertrieb von Strömungsmaschinen und Verdrängerpumpen; 1996 bis 1999: Leitung eines Werksbüros und Vertrieb von Strömungsmaschinen, vorwiegend in der chem. Industrie; 1999 bis 2001: Leitung eines Werksbüros und Vertrieb von Exzenterschneckenpumpen; 2002 bis 2006: Aufbau und Leitung des Geschäftsfeldes Umwelt + Energie bei der NETZSCH Mohnopumpen GmbH; 2007 bis 2013: Aufbau und Leitung des weltweiten Geschäftsfeldes Öl + Gas bei der NETZSCH Pumpen & Systeme GmbH; 2013 bis heute: Übernahme der Leitung der Vertriebsregion Europe, Middle East und Africa

12:30 Uhr
Pause/Networking und 1. Ausstellerrundgang
14:00 Uhr
Feststoffhaltige Medien fördern mit oszillierenden Verdrängerpumpen mehr
Das Fördern von feststoffhaltigen Medien mit oszillierenden Verdrängerpumpen erfordert sehr viel know-how vom Betreiber, dem Anlagenplaner und nicht zuletzt dem Pumpenlieferanten. Die spezifischen Eigenschaften des Förderfluids müssen verstanden und berücksichtigt werden. Bei pumpfähigen, feststoffhaltigen Medien – also Suspensionen - ergeben sich die rheologischen Eigenschaften des Förderfluids und auch die Anforderungen an Pumpenkomponenten und Rohrleitungselemente aus dem Zusammenwirken von Feststoffpartikel und Trägerflüssigkeit.
Besonders geeignet für diese Förderaufgabe sind hermetisch dichte Kolben-Membranpumpen. Bei dieser Pumpenbauart kommt das Förderfluid mit möglicherweise abrasiven Partikel nicht mit der dynamischen Dichtung zwischen Pumpenarbeitsraum und Umgebung in Kontakt. Nur dadurch kann ein sicherer Betrieb und akzeptable Laufzeiten der dynamischen Dichtungen der Pumpe erreicht werden.
In diesem Vortrag wird die Arbeitsweise der Kolbenpumpe besonders im Hin-blick auf die Fluidventile näher betrachtet. Fluide mit Feststoffen können einen Einfluss auf die Ventilschließverzögerung, den Ventildruckverlust und den Verschleiß haben. Verschiedene Ventilausführungen werden vorgestellt und im Hinblick auf ihre Eignung zur Förderung von Suspensionen diskutiert. Die Auswahl der geeigneten Ventilkonfiguration für das jeweilige Medium erfordert sehr viel Erfahrung.
Ein weiterer zentraler Teil dieses Vortrags beschäftigt sich mit dem gesamten System aus Pumpe und Anlage. Rohrleitungsinstallation und Betriebsweise der Pumpe müssen sauber aufeinander abgestimmt sein. Die Installation bedarf sorgfältiger Planung; insbesondere muss bei Fluiden mit Feststoffen die Sedimentation beachtet werden.

Referent: Matthias Sauter | LEWA GmbH

Oktober 1986 – September 1992: Studium der Luft-und Raumfahrttechnik in Stuttgart; Oktober 1992 – Juli 1998: Entwicklungsingenieur bei Festo Pneumatic, Esslingen; August 1998 – August 2001: Entwicklungsingenieur bei der Pumpenfabrik URACA; September 2001 – November 2003: Entwicklungsingenieur bei der LEWA GmbH; Seit Dezember 2003: Leiter Forschung & Entwicklung LEWA GmbH

14:40 Uhr
Auswahl von Pumpensystemen für viskose Medien mehr
Für die Förderung von höherviskosen Medien stehen hauptsächlich Verdrängerpumpen zur Verfügung. Neben ozilierenden Pumpen wie z.B. Kolben- oder Membranpumpen gibt es auch rotierende Verdrängerpumpen. Hauptvertreter dieser Pumpengattung sind Schraubenspindel-, Exzenterschnecken-, Kreiskolben-, Schlauch- und Zahnradpumpen. Die Zahnradpumpen spalten sich in innenverzahnte und außenverzahnte Pumpen auf, wobei sich die außenverzahnten Pumpen besonders für hochviskose Förderaufgaben eignen. Dieser Vortrag beschäftigt sich mit den außenverzahnten Zahnradpumpen.
Eine Schwierigkeit bei hochviskosen Flüssigkeiten liegt im Ansaugverhalten der Pumpe. In der Kunststoffherstellung sind die Reaktoren meistens unter Vakuum und es steht somit nur ein geringer Druck am Eintritt der Pumpe zur Verfügung. Mit besonderen Konstruktionen kann hier der Druckverlust gering gehalten und das Ansaugverhalten verbessert werden. Es spielen auch die Zahnradgeometrie und die Drehzahl der Pumpe eine große Rolle.
Dem Dichtungssystem ist auch Beachtung zu schenken, damit es bei hohen Viskositäten zu keinem erhöhten Verschleiß kommt und die Pumpe bei jedem Betriebszustand sauber abgedichtet ist.
Sollen in vorhandenen Anlagen die Kapazitäten gesteigert werden, so sind oft die Pumpen der Engpass. Durch Sonderkonstruktionen können in vorhandene Anlagen auch größere Pumpen eingebaut werden, die dann die hochviskosen Medien problemlos fördern. Der Vorteil liegt darin, dass die bestehenden Reaktoren und Rohrleitungen nicht verändert werden müssen.
Weiterhin wird auf die Gestaltung der Gleitlager und Lagerzapfen eingegangen, da besonders bei viskosen Medien eine gute Schmierung der Gleitlager gewährleistet sein muss.  

Referent: Dr. Sven Wieczorek | Witte-Pumpen

1986 bis 1989 Ausbildung zum Feinmechaniker in Wedel/Holstein; 1989 bis 1993 Studium der Verfahrenstechnik an der TU Berlin; 1993 bis 1996 Promotion am Institut für Verfahrenstechnik der TU Berlin im Bereich Bioverfahrenstechnik; 1996 bis 2000 Verfahrensingenieur in der Reaktions- und Mischtechnik der Zentralen Technik der Bayer AG in Leverkusen; 2000 bis 2004 Angestellter Geschäftsführer der Witte Pumps and Technology GmbH, Uetersen; Seit 2004 alleiniger Gesellschafter der Witte Pumps and Technology GmbH, Uetersen/Tornesch

15:20 Uhr
Chemienorm-Kreiselpumpen in Verschleißanwendung – Die Verschleißbeständigkeit hängt stark von der Werkstoffauswahl ab mehr
Feststoffe in Kreiselpumpen führen häufig zu Verschleiß an Laufrad und Gehäuse der Pumpe.  Aus der Erfahrung eines Pumpenherstellers, der Chemienorm-Pumpen nicht nur aus verschiedenen Kunststoffen und viele korrosionsfesten Legierungen anbietet, sondern auch keramische Pumpen fertigt, werden die Vor- und Nachteile verschiedener Werkstoffe in verschleißenden Anwendungen erläutert.
Dabei werden sowohl Chromhardstahl und Duplex angesprochen, wie auch korrosive Probleme, bei denen metallische Legierungen oft nicht geeignet sind, bzw. die Korrosion den Verschleiß unterstützen kann. Hier ist das Phänomen der Erosions-Korrosion zu betrachten. Auch soll auf die Feststoffe und den Betriebspunkt der Pumpe eingegangen werden.

Referent: Dr. Gerhard Pracht | Rheinhütte Pumpen

Seit 2006: Leiter der Werkstoffberatung bei der Friatec AG - Division Rheinhütte Pumpen Dort verantwortlich für Werkstoffempfehlungen zum Pumpenbau, Werkstoffanalysen, Analysen von Pumpenschäden ( besonders in Bezug auf Korrosionsschäden und Werkstofffragen) Dr. Pracht stellt die Verknüpfung dar, zwischen der Chemie beim Anwender und den Werkstoffen zum Pumpenbau Dr. Pracht ist Mitglied bei VDMA Bereich Pumpen – Arbeitskreise Verbundwerkstoffe & Surface Treatment Gesellschaft für Korrosionsforschung GfKorr – Arbeitskreise Schadensuntersuchung, Korrosion in der Chemietechnik, Korrosion an Kunststoffen, Hochtemperatur-Korrosion

16:00 Uhr
Pause/Networking und 2. Ausstellerrundgang
17:00 Uhr
Für welche Medien kommen Kreiselpumpen in Frage? mehr
Die am häufigsten verwendete Pumpenbauart in der Industrie sind Kreiselpumpen. Kreiselpumpen zeichnen sich durch ihren einfachen, kostengünstigen Aufbau sowie durch ihre lange Lebensdauer und Wartungsfreundlichkeit aus. Die zu fördernden Medien sind so unterschiedlich und vielfältig wie die Industrie. Die wichtigsten Einsatzbereiche sind die chemische und petrochemische Industrie, die der Pharma- und Lebensmittelindustrie, die Wasser- und Abwasserversorgung, die Energieversorgung sowie Holz- und Papierverarbeitung.
Die unterschiedlichen Eigenschaften der zu verpumpenden Medien beeinflussen die konstruktive Ausführung der Hydraulik, die Ausführung der Abdichtung und die Werkstoffauswahl. Außerdem ist die Gefährlichkeit des Mediums bei Leckage zu berücksichtigen. Für viele Industriebereiche gelten eigene gesetzliche Vorgaben und Industriestandards, die die Betreiber und Hersteller von Pumpen zu beachten haben.
Bei faserigen oder feststoffbeladenen Medien kommen z.B. spezielle Hydrauliken wie Freistromräder zum Einsatz, wobei die flüssigkeitsberührten Oberflächen zum Schutz gegen Verschleiß beschichtet oder gehärtet werden können. Hohe Viskosität beeinflusst die Förderhöhe und die Leistungsaufnahme und kann rechnerisch mit Hilfe empirischer Gleichungen berücksichtigt werden. Die Viskositätsgrenze liegt bei etwa 500 mPas.
Eine wichtige Rolle spielt auch die Einstufung der Medien hinsichtlich ihrer Gefährlichkeit bei Produktaustritt. Die TA-Luft schreibt beispielsweise für bestimmte Produktgruppen technisch dichte Pumpen vor. Andere Spezifikationen, z.B. die API685, fordern abhängig von der Gefährlichkeit des Produkts unterschiedliche Abdichtungskonzepte und Überwachungsmaßnahmen. Als technisch dicht gelten Pumpen mit Permanentmagnetantrieb, Spaltrohrmotorpumpen oder Pumpen mit doppeltwirkender Gleitringdichtung. Bei diesen Pumpen werden je nach Produkteigenschaft unterschiedliche Spülpläne verwendet. Bei Pumpen mit Magnetantrieb wird die Gleitlagerung der Pumpenwelle durch das Fördermedium geschmiert. Hierbei kommt es besonders auf die Berücksichtigung der speziellen Eigenschaften des Mediums bei der Werkstoffauswahl und der Auslegung der Spülkanäle an.

Referent: Dr. Thomas Herbers | Klaus Union GmbH

Maschinenbaustudium an der Ruhr-Universität-Bochum; 1995 Promotion zum Dr.-Ing. ebenda; 1995 Eintritt bei Fa. Klaus Union als Entwicklungsingenieur; Ab 2000 Entwicklungsleiter bei Klaus Union; Ab 2004 Leiter Technik bei Klaus Union und Prokura

17:40 Uhr
Was ist dem Betreiber bei der Pumpenauswahl wichtig? mehr
„Einbauen und vergessen!“ - das wünschen sich viele Betreiber. Dass dies mit der Realität oft nichts zu tun hat zeigen viele Statistiken. Der Vortrag zeigt an Hand von Beispielen und Vorgangsweisen, dass man diesem Ziel näher kommen kann. Auswahl, Auslegung, Fragen nach den Anforderungen im Betrieb und eine maßgeschneiderte Instandhaltungsstrategie sind einige zielführende Maßnahmen.

Referent: Josef Lehner | Infraserv GmbH & Co. Gendorf KG

Berufsausbildung an der HTL in Steyr, Fachrichtung Maschinenbau, Motoren- und Kraftfahrzeugbau. Von 1979 bis 1991 in der Hoechst AG in der Konstruktion und Betriebsbetreuung, anschließend bis 1997 als Leiter der Fachstelle Pumpen tätig. Seit 1998 in der InfraServ GmbH & Co. Gendorf KG und seit 2011 in der InfraServ Gendorf Technik GmbH in gleicher Funktion beschäftigt. Mitglied im "Arbeitskreis Pumpen in der Chemie" und Referent/Gremiumsmitglied in der Pumpenfachingenieur GmbH.

18:20 Uhr
Ende des 1. Veranstaltungstages
18:30 Uhr
Get-together mit anschließender Abendveranstaltung auf der Festung Marienberg

Donnerstag, 10. Dezember 2015

09:00 Uhr
Resumee erster Tag und Einführung zweiter Tag
Referent: Dr. Friedrich Wilhelm Hennecke | Pumpenfachingenieur GmbH
09:10 Uhr
Gleitringdichtungen und andere Wellenabdichtungen mehr
Die Abdichtungen von Pumpen sind so vielfältig wie die Anwendungen und die Pumpentypen selbst. Neben den Stopfbuchspackungen, den Magnetkupplungen und den Spaltrohrmotorpumpen, stellen die Gleitringdichtungen den größten und vielfältigsten Bereich dar.
Es werden die Funktionsweise und die Anordnungen von Gleitringdichtungen  beschrieben.
Durch den gezielten Einsatz von Versorgungssystemen können die Einsatzmöglichkeiten deutlich erweitert werden. Neben den klassischen flüssigkeitsgeschmierten Gleitringdichtungen stehen dem Anwender für ausgewählte Anwendungen auch berührenden trockenlaufende Dichtungen, sowie berührungsloslaufende Gasdichtungen zur Verfügung.
Die Trends in der Gleitringdichtungstechnik sind neben den Gasdichtungen und alle Arten von Patroneneinheiten, der Fokus auf Energieeffizienz und neue Werkstoffe, wie z.B. Diamond Faces oder All-Carbon.
Mit Gleitringdichtungen lassen sich aber auch schwierige und feststoffbeladene Medien abdichten. Je besser man die Medieneigenschaften einschätzen kann, umso besser kann man die Gleitringdichtung für das Medium konzipieren. Neben der Beständigkeit der Werkstoffe, kommt vor allem dem Verhalten des Mediums im Dichtspalt eine wichtige Rolle zu. Dieses Verhalten entscheidet in vielen Fällen die Betriebsweise der Gleitringdichtung. Es werden verschiedene Beispiele für das Abdichten von schwierigen Medien vorgestellt.

In jedem Fall stehen bei Gleitringdichtungen, die Anwendung und das abzudichtende Medium im Vordergrund. Daher erfolgt die Dichtungsauswahl immer zuerst nach dem Medium und dann nach dem konstruktiven Aufbau.

Referent: Andreas Eiletz | EagleBurgmann Germany GmbH & Co. KG

Studium Maschinenbau an der technischen Universität München; Seit 1990 bei EagleBurgmann in der Dichtungstechnik in verschiedenen Bereichen tätig: Versuchsingenieur in Abtl. Entwicklung und Versuch Gleitringdichtungen, Vertriebsingenieur Abteilung Rührer-Mischer-Kneter (RMK), Abteilungsleiter Produktfeld RMK, Vertrieb, Abteilungsleiter Produktfeld Pumpen OEM, Abteilungsleiter Produktfeld Standarddichtungen, Abteilungsleiter Anwendungstechnik für den Bereich Chemie, Pharma, Food und Wasser, Abteilungsleiter Anwendungstechnik für den Bereich RMK, Zentrifugen und Pumpen in der Pharmzie und Lebensmitelindustrie

09:50 Uhr
Membranpumpe mit automatischer Kompensierung der Gasadsorption im Windkessel mehr
Die Grenzen der Einsatzfähigkeit von oszillierenden Verdrängerpumpen werden nicht nur durch das zu fördernde Medium und dessen Eigenschaften bestimmt, sondern darüber hinaus auch durch die Druckpulsation in Folge von Förderstromschwankungen.

Bei Verdrängerpumpen muss infolge der periodisch wechselnden Kolbenverdrängung bei jedem Hub die gesamte Flüssigkeitsmenge in der Saug- und Druckleitung beschleunigt und wieder abgebremst werden.
Zur Reduzierung von Druck- und Förderschwankungen und Glättung der daraus resultierenden Druckspitzen werden in der Regel Pulsationsdämpfer verwendet. Die bekannteste Bauform konventioneller Pulsationsdämpfer für oszillierende Verdrängerpumpen sind Gas gefüllte Dämpfer, sogenannte Windkessel.

Grundsätzlich besteht der Windkessel aus einem teilweise mit Luft gefüllten Behälter. Der direkte Kontakt zwischen Fördermedium und Luftpolster ist  unvermeidbar. Die Wirkung eines Windkessels ist von dem Luftvolumen abhängig, das als Polster für die auftretenden Druckstöße dient. Es wird bei jedem Druckhub zusammengedrückt und während des Saughubs wieder entlastet, so dass Förderstromschwankungen nur zu kleinen Druckschwankungen führen.
Ein Nachteil des Windkessels besteht in der fortlaufenden Lösung des Gases an der Grenzfläche zur Förderflüssigkeit. Dadurch nimmt das Gasvolumen während des Betriebs ab, sofern nicht extern Luft in den Windkessel zugeführt wird. Der Austausch von Gas erfolgt über die Grenzschicht. Innerhalb der Grenzschicht erfolgt der Stoffaustausch über molekulare Diffusion. Um dem Schwinden des Gaspolsters entgegenzuwirken, muss Luft in den Kessel gefördert werden.
Die konventionelle Befüllung ist aufwendig und kompliziert, weil u. a. der Flüssigkeitsstand laufend gemessen und das Gasvolumen gegebenenfalls durch einen separaten Kompressor ersetzt werden muss. Zudem ist die individuelle Abstimmung der Gasbefüllung in Bezug auf Arbeitsweise, Arbeitszeit, Druck, Fördermedium etc. unumgänglich. Bei der Versorgung durch das stationäre Druckluftnetz besteht die Gefahr, dass das Fördermedium durch eine undichte Befüllarmatur in das Betriebsdruckluftnetz gelangt!
 
Die Doppel-Schlauchmembranpumpe (siehe Abb.1) ist in Modulbauart so konzipiert, dass die Kolbenstange optional auch als Anbaukompressor für die stetige Befüllung der Windkessel mit Pressluft genutzt werden kann, um eine optimale und zuverlässige Belüftung der Windkessel zu gewährleisten.
 
Referent: Heinz M. Nägel | Feluwa Pumpen GmbH

Nach seinem Maschinenbau-Studium war Heinz M. Nägel zunächst für den Bereich Entwicklung und Konstruktion von oszillierenden Verdrängerpumpen tätig. In den 90er Jahren hat er als Technischer Geschäftsführer die innovative Produktentwicklung der ARCA Flow Gruppe entscheidend vorangetrieben. Als im Jahr 2000 die FELUWA Pumpen GmbH der ARCA Flow Gruppe beitrat, übernahm Heinz M. Nägel deren Geschäftsführung. Seit 2013 begleitet er die FELUWA Pumpen GmbH als Berater und Gesellschafter. Heinz M. Nägel ist Inhaber von 33 Patenten im Bereich Pumpen und Regelarmaturen und hat mit der Entwicklung der weltweit einzigartigen MULTISAFE Doppel-Schlauchmembranpumpe neue Maßstäbe gesetzt. Im Rahmen kontinuierlicher Entwicklungen von Pumpensystemen beschäftigt er sich seit mehreren Jahren intensiv mit dem Thema Diagnosesysteme und dem Ziel einer prädiktiven Wartung. Zu den Errungenschaften auf diesem Gebiet gehört die Entwicklung eines Körperschallsensors für die Überwachung der Förderventile sowie eines Touch Panels mit der Möglichkeit der internetbasierten Ferndiagnose. Seine Neuentwicklungen und langjährigen Erfahrungen im Bereich der Pumpen- und Regelventiltechnik hat er in zahlreichen Fachveröffentlichungen und Vorträgen dokumentiert.

10:30 Uhr
Energieeinsparung durch den Einsatz einer Schraubenspindelpumpe mit Kreiselpumpengeometrie mehr
Heute sind Chemienorm-Kreiselpumpen als „Arbeitspferd“ der chemischen und petrochemischen Industrie weit verbreitet. Dies liegt nicht zuletzt darin begründet, dass Ihre Anschlussgeometrie und ihre wichtigsten Leistungsparameter einer Normung unterliegen, welche Anlagenplanern und Betreibern eine grundsätzlich herstellerunabhängige Projektierung und Pumpenauswahl garantiert.
Die in DIN EN ISO 2858 erfassten Kreiselpumpen werden dabei für verschiedenste Förderaufgaben eingesetzt, stellen jedoch nicht für jede Anwendung die wirtschaftlich und technisch optimale Lösung dar. Oftmals lassen sich hier durch den Einsatz von Verdrängerpumpen wie Schraubenspindelpumpen hohe Energieeinsparungen erzielen.
Schraubenspindelpumpen unterliegen jedoch keiner Normung hinsichtlich Geometrie und Leistungsdaten, womit ein Austausch von Kreiselpumpen durch eine vergleichbare Schraubenpumpe in bestehenden Anlagen nicht ohne aufwendige Modifikationen der Rohrleitungen, Grundrahmen und Antriebseinheiten möglich ist. Auch bei einer Neuprojektierung muss die Anlage bei geplantem Einsatz einer Schraubenspindelpumpe schon auf eine herstellerspezifische Anschlussgeometrie ausgelegt werden. Diese Nachteile werden nun durch ein völlig neuartiges Pumpenkonzept beseitigt, in welchem eine dreispindelige Schraubenpumpenbaureihe in die Anschlussgeometrie von Kreiselpumpen nach DIN EN ISO 2858 hineinkonstruiert ist. Hierdurch wird erstmals ein einfacher Austausch von Pumpen ermöglicht, welche nach verschiedenen Wirkprinzipien arbeiten. Dies ist sowohl für den Ersatz von Pumpen in bestehenden Anlagen, als auch bei der Neuprojektierung ein entscheidender Vorteil.
Die von Leistritz unter dem Namen „L3NX“ entwickelte Baureihe vereinigt dabei die Vorteile beider Pumpengattungen:
-    Geometrie und Leistungsdaten entsprechen voll den normativen Festlegungen der DIN EN ISO 2858
-    im Bereich niedriger spezifischer Drehzahlen ns < 20 lassen sich Wirkungsgradsteigerungen um bis zu 60 % bei der Förderung höherviskoser Medien im Vergleich zur Kreiselpumpe erzielen
-    alle Pumpenbaugrößen können, unabhängig von der Drehzahl oder Viskosität, 16 bar Differenzdruck generieren
-    eine Vielzahl an Spindeldurchmessern und –steigungen deckt ein breites Band an Fördervolumenströmen ab, womit eine exakte Auslegung der Pumpe auf den Betriebspunkt sichergestellt wird
-    Betreiberseitig kann die Fördermenge mittels Drehzahlregelung (Frequenzumrichter) innerhalb der zulässigen Einsatzgrenzen unabhängig vom Differenzdruck angepasst werden, das hohe Wirkungsgradniveau bleibt dabei weitgehend erhalten
-    Flüssigkeiten mit Viskositäten bis zu 5000 mm²/s können problemlos gefördert werden, wodurch in vielen Fällen eine energieintensive Beheizung des Mediums zur Reduzierung der Viskosität vermieden werden kann
-    Pumpen der L3NX - Baureihe werden mit lediglich drei statischen Dichtstellen (O-Ringe) gegenüber der Atmosphäre abgedichtet und sind sowohl mit Magnetkupplung (hermetisch dicht gemäß TA-Luft) als auch mit einfachwirkender Gleitringdichtung erhältlich
-    alle mit dem Fördermedium in Berührung kommenden Bauteile der L3NX sind aus Edelstahl (1.4404) gefertigt, womit auch hinsichtlich der Korrosionsbeständigkeit die volle Austauschbarkeit der Pumpen gewährleistet wird

Referent: Ralf Richter | Leistritz Pumpen GmbH

ab 2013: Entwicklungsingenieur mit Tätigkeitsschwerpunkt Entwicklung dreispindeliger Schraubenpumpen, Leistritz Pumpen GmbH Nürnberg; 2009 - 2013: Maschinenbaustudium (Bachelor of Engineering), FH Nürnberg, University of Applied Sciences, Bachelorarbeit: „Entwicklung und Konstruktion einer Schraubenspindelpumpen-Baureihe nach den Vorgaben der DIN EN ISO 2858“; 2008: Zivildienst; 2006 - 2007: Erwerb der Fachhochschulreife; 2002 - 2005: Berufsausbildung zum Konstruktionsmechaniker Metall-/ Schiffbautechnik bei SSW Fähr- und Spezialschiffbau GmbH, Bremerhaven und Blohm + Voss GmbH, Hamburg

11:10 Uhr
Pause/Networking und 3. Ausstellerrundgang
11:55 Uhr
Antriebe für Kreisel- und Verdrängerpumpen
Referent: Ralf Kurrich | KSB Aktiengesellschaft

ab 2002: Leiter Entwicklung Tauchmotoren: Entwicklung einer neuen Motorenreihe mit Wasser - Mantelkühlung; Einführung von 3D-Konstruktionsmethoden; Erweiterung der Motorenfertigung auf die Achshöhe 400; ab 2014: Leiter Entwicklung Motoren: Produktentwicklung Asynchronmotoren für Tauchmotorpumpen; Produktentwicklung Reluktanzmotoren

12:35 Uhr
Überwachung von Kreiselpumpen mehr
Zum Fördern von Flüssigkeiten werden Kreiselpumpen in mannigfaltigen Applikationen eingesetzt. Der störungsfreie und sichere Betrieb der Kreiselpumpe gewährleistet dem Betreiber eine hohe Anlagenverfügbarkeit und somit eine hohe Wirtschaftlichkeit seiner Produktion. Jegliche Störgrößen, die zu einem Ausfall der Pumpen führen könnten, sollten vermieden oder zumindest rechtzeitig erkannt werden. In der Planungsphase werden Einflüsse des Mediums, der Förderaufgabe, der Anlage als auch der möglichen Fehlbedienung analysiert und bewertet.
Im Betrieb werden unerlaubte Betriebsweisen bei Bedarf überwacht, insbesondere dann, wenn es sich um Anlagen mit herausragender Bedeutung, anspruchsvollen Prozessen oder hohem Gefährungspotential handelt.. Je nach Auswirkung eines möglichen Pumpenausfalls als auch spezifischer Förderschwierigkeit werden verschiedene Pumpenüberwachungen eingesetzt.
In dem Vortrag werden unterschiedliche Störgrößen mit den Auswirkungen innerhalb der Kreiselpumpe erläutert. Die Vor- und Nachteile der Überwachungs-Technologien werden mit Bezug auf Störeinflüsse diskutiert. Es werden herstellerunabhängige Technologien als auch von Pumpenherstellern entwickelte Systeme vorgestellt.
Die Anwendungsbeispiele beziehen sich auf kontinuierlichen als auch auf Batchbetrieb der chemischen Industrie. Die Fortschritte der letzten Jahre sind beachtlich: Sie erlauben es, mit relativ geringem Aufwand den Betriebszustand von Kreiselpumpen kontinuierlich zu überwachen und Wartungsbedarf frühzeitig und planbar zu erkennen, bevor größere Störungen oder Schäden eintreten.
Referent: Gregor Kleining | Richter Chemie-Technik GmbH/ IDEX Corporation

2009 - heute: Business Line Director Pumps Richter Chemie-Technik GmbH, Kempen; 2001 – 2009: Leiter Konstruktion UNI-Geräte GmbH, Weeze; 1994 – 2001: Entwicklung Richter Chemie-Technik GmbH, Kempen; 1993 - 1994: Vertrieb Maxitrol GmbH, Senden; 1992 – 1993: Entwicklung Kromschröder AG, Osnabrück

13:15 Uhr
Wie vermeidet der Praktiker Pumpenschäden? mehr
Aus heutiger Sicht stehen dem Anwender von Pumpen eine ausreichende Anzahl von Pumpenkonstruktionen  / Förderprinzipien und Dichtungsalternativen zur Verfügung, um eine langlebige, wartungsarme Lösung der Förderaufgaben zusammenstellen zu können. Trotzdem gehören Pumpen häufig zu den technischen Einrichtungen die die Ausfallstatistiken der Produktionsanlagen anführen. Anhand einiger Beispiele möchte der Vortrag für das Zusammenspiel der Maschinenbau - Konstruktion Pumpe mit den Randbedingungen der Verfahrenstechnischen Anlage und der Benutzung durch den Betrieb sensibilisieren.
Referent: Oliver Klein | BASF SE

Oktober 1986 - März 1991: Studium der Chemietechnik an der TU Dortmund; Mai 1991 - März 1996: Anlagenbau und Produktionsmanagement im Geschäftsbereich Personal Wash, Unilever; April 1996 – September 2001: Betriebsingenieur für diverse Fabriken der BASF SE; Oktober 2001 – März 2006: Technischer Leiter der BASF PharmaChemikalien GmbH & Co KG; April 2006 – März 2007: Senior Analyst Investment Evaluation BASF SE; März 2007 – Januar 2014: Senior Expert & Consultant Engineering & Maintenance Prozesse, Verbund Site Management Europe BASF SE Januar 2014 -: Director Production Support & Coordination, Operational Excellence Ludwigshafen, BASF SE

13:55 Uhr
Pause/Networking
14:55 Uhr
Neue ATEX-Richtlinie 2014/34/EU
Referent: Dr. Friedrich Wilhelm Hennecke | Pumpenfachingenieur GmbH
15:30 Uhr
Sie fragen – Wir antworten: Problemlösung für Teilnehmerfragen
16:00 Uhr
Ende der Veranstaltung

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